KUNSTtransit bewegt und bewegt sich.

 KUNSTtransit ist ein Verein mit einer Satzung ohne sich setzen zu wollen, ist ständig auf der Reise, will nicht ankommen, hat Entwicklung zu Ziel, findet Solo-Kunst langweilig, favorisiert Kollaboration, bricht die Grenzen der Disziplinen, traut Kunst nicht aber traut ihr alles zu, betrachet Kunst als Lebensmittel, zieht den Weg "off-the-beaten-track" vor und fühlt sich magisch von Umleitungen angezogen.                                                       WILLKOMMEN BEI KUNSTtransit!                         

Seit 2012 Jahren arbeitet KUNSTtransit im Modus eines gemeinnützigen Vereins und darunter finden Projekte interdisziplinärer Art statt, in denen es um Gestaltungsräume der Kultur des täglichen Lebens geht. Mit künstlerischen Mitteln wird in diesen Projekten versucht zu intervenieren und bestehende Lücken zu schließen bzw. zusammen mit Gestaltern und Entwerfern Modelle zu skizzieren und dann ins Leben zu bringen, die längst überfällig und konkret von ästhetisch - gesellschaftlicher Relevanz sind.  

KUNSTtransit begreift sich dabei als Plattform, als Möglichmacher, als Dach für diese Projekte.



Eines, das seit 2014 verfolgt wurde war UNABHÄNGIGES URBANES PROJEKT STROHBAU oder kurz uuPS


Dieses Projekt hat begonnen in einem kreativen Entwurfsdiskurs mit verschiedendsten Protagonisten aus Kunst, Architektur, Stadtplanung und Politik. Die Ergebnisse sollten zunächst in Karlsruhe realisiert werden. 

Weil dieser Ort sich dem Projekt nach 3 Jahren immer noch enthielt, hat es sich nun aus KUNSTtransit gelöst und sich auf eigene Beine - unter dem Namen stadt.land.stroh. gestellt

. www.stadtlandstroh.de




Seit Sommer 2015 gibt es zudem das Projekt REFUCATION. Dieses Projekt ist dem gezollt, dass "Ankommen" nach einer langen Flucht, sowohl ästhetische als auch professionell fundierte Grundlagen braucht, die die aufnehmende Gesellschaft, sofern es ihr irgendmöglich ist, stellen sollte, damit sich die Geflüchteten wieder stabilisieren können.

Weil es keine einheitlichen, vor allem Dingen keine schönen, ansprechenden und schon garnicht kostenlose Lehrmaterialien gab, die die ersten Schritte in die deutsche Sprache erlauben, hat das Projekt REFUCATION es sich  - zusammen mit Illustratoren der Plattform: "Illustratoren für Flüchtlinge" zur Aufgabe gemacht, ein Lehrwerk zu konzipieren, dass sich allein durch Bilder erschließt, ansprechend gestaltet ist und an Flüchtlinge in Erstunterkünften verteilt werden sollte.  Dieses Projekt ist gelungen. Die Bücher sind gedruckt und nahezu alle verteilt worden.

http://http://refucation.de/




Einer der geistigen Väter der neuen Ausrichtung von KUNSTtransit ist sicherlich dabei Joseph Beuys:

"Die menschliche Fähigkeit ist nicht Honig abzugeben, sondern zu denken und Ideen abzugeben."

Dabei schreibt Beuys dieser Art von Denken dann eine Lebendigkeit zu (in der Abgrenzung zum Toten), wenn sie tief aus den nach innen gerichteten, aus dem "Insichversenken", aus den kreativen Kräften des Menschen ensteht. Daraus leitet er seinen

erweiterten Kunstbegriff ab.

Jeder Mensch, der so denken kann, seine Gedanken schärft und sie in Handlungen münden lässt, sodass diese tatsächlich etwas erneuern, verändern, verbessern, ist ein Künstler, weil seine urkreativen Kräfte zur Wirkung gelangen. Folgerichtig schließt er:

"Eine Kunst, die nicht die Gesellschaft gestalten kann, natürlich auch die Herzfragen, also in die Kapitalfrage hineinwirken kann, ist keine Kunst." und folgert daraus: " Das wahre Kapital der Gesellschaft ist nicht Geld, sondern die Kreativität und damit die Kunst."

Das veranlasst ihn zu seiner provokativen These: Kunst = Kapital.

Und aus diesem "wahren" Kapital entsteht für ihn dann das, was er Soziale Plastik nennt. Diese entsteht seiner Auffassung nach zwangsläufig durch das nach innen versenkte Denken und die kreativen Kräfte, weil jene selbstverständlich zur Schlussfolgerung eines solidarischen Handelns, des sich gegenseitigen Helfens aus freien Stücken führen würde.

aber auch Florian Pfeffer:

"Wenn man auf die Welt wie auf einen Entwurf blickt, dann ist alles offen. Ich kann die Welt formen, sie in die Hand nehmen und mir Gedanken darüber machen, wie ich sie anders formulieren könnte. Das bedeutet, dass es deutlich mehr Dinge als eine DIN-A4-Seite gibt, die man gestalten kann – und die sind alle so miteinander verflochten, dass sie gar nicht mehr von einander zu trennen sind."